Die Corona-Situation beschert uns zwei Krankheiten

Wie kann die zweite Krankheit der Corona-Situation durch einen geeigneten Heilungsprozess überwunden werden?

Die aktuelle Corona-Situation hat in kurzer Zeit das Leben in unserem Land vollkommen verändert. Es wurden sehr einschneidende Maßnahmen ergriffen, die noch vor sechs Monaten völlig undenkbar waren. Diese Maßnahmen führen nach meiner persönlichen Einschätzung noch zu einer zweiten Krankheit, die jedoch für die meisten Menschen bisher unentdeckt blieb. Diese zweite Krankheit soll hier nicht nur in die Darstellung gelangen, es soll darüber hinaus auch ein Ansatz für deren Heilung angeboten werden.

Worin besteht die zweite Krankheit der Corona-Situation?

Die erste Krankheit, die SARS-CoV-2 auslösen kann, ist sicher allen Menschen hinreichend bekannt. Je nach Alter und der Art der Vorerkrankung kann sie die Gesundheit der Menschen gar nicht bis sehr stark beeinträchtigen. Wer sich hierzu eine eigene Meinung anhand der Experten in freien Medien bildet, kann sicher sehr gut einschätzen, in welchem Maße er selbst und wie stark seine Mitmenschen gefährdet sind.

Die zweite Krankheit stellt sich erst durch die von den Regierenden ergriffenen Maßnahmen ein. Hier will ich die Regierenden oder deren Maßnahmen in unserem Land nicht kritisieren, das liegt mir völlig fern. Ich will aber diese zweite Krankheit etwas genauer charakterisieren. Denn nur wenn man eine Krankheit mit einer gewissen Sorgfalt diagnostiziert, kann man auch ein geeignetes Heilverfahren für diese entwickeln.

Wie äußert sich die zweite Krankheit?

Unsere Regierung hat nach den ersten Ansteckungen in unserem Land recht schnell reagiert und die Bevölkerung informiert. Sowohl die Regierenden als auch die regierungsnahen Medien haben nicht damit gespart, das größtmögliche Angstpotenzial in der Bevölkerung freizusetzen. Es wurde von vielen möglichen Toten gesprochen, aus anderen Ländern wurden Bilder mit einer großen Anzahl von Särgen gezeigt, die in Militärfahrzeugen abtransportiert wurden, und noch Vieles mehr. Diese Darstellungen in Wort und Bild konnten durchaus viele Menschen aus ihrem seelischen Gleichgewicht bringen. Sehr viele haben dann, ohne sich weiter in angemessenem Umfang mit der Krankheit auseinander zu setzen, schnell die empfohlenen und befohlenen Maßnahmen umgesetzt.

Man sah immer mehr Menschen an verschiedenen Orten Abstand zueinander halten. Statt 1,5 m haben viele zu ihrer Sicherheit gleich 3 m oder 4 m eingehalten und damit eine geordnete Schlangenbildung auf dem Markt bzw. vor den Lebensmittelgeschäften deutlich erschwert. Die Kommunikation mit dem Nachbarn erfolgte nur noch über eine entsprechende Entfernung und hat sich dadurch auch deutlich verkürzt. Die Angst wurde in diesen Kurzgesprächen noch weiter vertieft, da viele auch von negativen Ereignissen, die Corona-Situation betreffend, berichteten. Mir selbst sind bei einem unbedachten Gang zu einem Supermarkt in Wohnungsnähe Menschen begegnet, die sich auf die Straße begeben haben, um in einem genügenden großen Abstand an mir vorbei gehen zu können. Die Angst, mir etwas zu nahe zu kommen, war ihnen direkt im Gesicht abzulesen, sofern sie keine Gesichtsmaske trugen. Die Gefahr, die durch das Ausweichen auf die Fahrbahn gegeben war, wurde völlig vernachlässigt.

Ein sehr liebenswerter, älterer Nachbar berichtete mir, dass seine Frau bei einem Sturz einen Beckenhalsbruch erlitten hatte und ins Krankenhaus musste. Die Operation hatte sie gut überstanden, eine kleine Herzschwäche konnte durch einen Stent komplikationslos behoben werden. Als sie sich dann zusätzlich mit einem Krankenhauskeim infiziert hatte, wurde die Belastung zu groß und sie verstarb nach wenigen Tagen. Mein Nachbar hätte sich gerne noch von seiner Frau, mit der er nahezu ein ganzes Leben verbracht hatte, verabschiedet. Dies wurde ihm jedoch durch die aktuellen Maßnahmen verwehrt. Er hätte mit seinen 93 Jahren dafür jedes Risiko auf sich genommen, doch die eigenverantwortliche Selbstbestimmung war ihm genommen. So konnte er nur noch ein letztes Telefonat mit ihr führen.

Welche Folgen entstehen durch diese zweite Krankheit?

Diese zweite Krankheit führt bei einem Großteil der Menschen zu einer schleichenden seelischen Veränderung. Seelisch ist sie zu nennen, da sie sich überwiegend im zwischenmenschlichen Bereich vollzieht. Die Kommunikation nimmt ab und wenn sie stattfindet, ist sie häufig von negativen Themen geprägt, das Miteinander ist auf zwei Personen reduziert, das Haus soll möglichst nur zu Einkäufen, Arztbesuchen oder für den Weg zur Arbeit verlassen werden und in der Öffentlichkeit wird jede fremde Person schon fast als eine Bedrohung empfunden. 

Sehr vielen Menschen ist die Arbeit erschwert oder ganz untersagt, so dass neben einer gewissen Isolierung, der Furcht vor der Krankheit nun auch noch Existenzängste hinzukommen. Diese erfassen die einzelnen Menschen, so wie die Kälte im Winter die Menschen beschleicht, die unzureichend bekleidet sind. Sie kriecht langsam von unten noch oben, bis sie unser Herz vollständig erfasst hat. Im schlimmsten Fall sehen wir dann den Anderen, der uns zu nahe kommt oder etwas unbedacht mit den neuen Vorsichtsmaßnahmen umgeht, dann schon als Feind an. Einige sind aus den genannten Gründen auch schon so verzweifelt, dass sie für sich auch den Suizid nicht völlig ausschließen. Dies ist das, was ich die zweite Krankheit nennen will.

Wenn eine Krankheit vorliegt, bedarf es einer Heilung

Wie kann nun der Einzelne, der etwas mehr oder auch etwas weniger von einzelnen Symptomen betroffen ist, aus dieser unwürdigen Situation herausfinden? Hier kann uns eine Aussage von Heinz Grill einen ersten Ansatz bieten:

„Für eine angemessene Verwandlung des physischen Leibes und auch des Gefühlsempfindens, die in einer Heilsphase stattfindet oder, vielleicht besser sogar gesagt, die für eine Heilung eine Art Voraussetzung ist, bildet derjenige, der sich aktiv und mit Verantwortung um diese bemüht, auch Gedanken, die über die Triebsphäre und über die vitalen Kräfte des Leibes hinaus zur Entfaltung kommen."  1)


Da ich Heinz Grill, ein Geistforscher, Heilpraktiker und spiritueller Lehrer, sehr gut kenne, ist mir auch sehr vertraut, in welche Richtung diese Aussage zielt. Er will nicht mehr und nicht weniger, dass jeder Mensch sein größtmögliches seelisch-geistiges Potenzial entfalten kann.

Wie entsteht ein Heilungsprozess für die zweite Krankheit?

Wie kann nun die betroffene Person einen ersten Heilungsprozess in Gang setzen? Die belastenden Faktoren wie Ängste, Unsicherheiten, Zweifel und negative Stimmungen, spielen sich vor allem im Gefühlsleben der Menschen ab. Um sich aus dieser Situation gezielt heraus zu bewegen, bedarf es ganz besonders der Gedankenbildung, denn alles, was der Mensch in die Welt setzen will, beginnt mit dem Gedanken. So muss auch hier am Gedanken angesetzt werden. Wie kann das in die Umsetzung gebracht werden?

Der Einzelne benötigt dazu ein Ziel – oder noch etwas besser ausgedrückt – ein Ideal, das ihm wirklich wichtig ist. Er gelangt dazu, indem er sich selbst die Frage stellt: Was will ich?" Hier wird wahrscheinlich fast jeder Betroffene im einfachsten Fall sagen: Ich will gesund werden." Doch gesund werden, ist kein Ziel und auch kein Ideal, denn gesund sein ist ein Normalzustand. Hier hilft jedoch ein bestimmtes Fragewort weiter: Wozu?" Wer sich jetzt die Frage beantwortet, wozu er gesund werden will, kommt der Sache schon bedeutend näher.

Der Heilungsprozess erfolgt durch die Gedankenbildung

Der Lehrer sagt sich dann vielleicht: Ich will gesund werden, um meine Schüler wieder zu unterrichten." Setzt er das Fragen weiter fort: Wozu willst du deine Schüler unterrichten?", antwortet er vielleicht: Damit sie sich zu verantwortungsbewussten und freien Menschen entwickeln können." Dann sind wir einem guten Ziel oder vielleicht auch schon einem Ideal ein weiteres Stück näher gerückt.

Vielleicht antwortet derjenige, der gerade nicht arbeiten darf: Ich muss Geld verdienen." Auch das wäre noch kein Ziel oder Ideal, damit eine erste heilsame Wirkung in Gang kommen kann. Fragt man jedoch weiter mit Wozu?", so antwortet er vielleicht: Um meine Familie zu ernähren und meinen Kindern eine gute Schulbildung zu ermöglichen." Auch hier nähern wir uns dann schon einem sinnvolleren Ziel an, das in der Folge eine aufbauende Wirkung erzeugen kann. 

Auf die Gedankenbildung erfolgt die Umsetzung

Hat der Einzelne für sich ein Ziel oder ein Ideal gefunden, bedarf es jedoch weiterer Gedanken und Vorstellungen, was er jetzt tun kann, um sich aktiv für die Umsetzung seines Ideals einzusetzen. Je mehr Gedanken und Überlegungen er kreiert, und je bewusster er sich darum bemüht, seine individuellen Möglichkeiten vollständig auszuschöpfen, umso besser wird der Heilungsprozess in Gang kommen. Durch diesen Prozess verlieren dann auch die negativen Gefühle und Emotionen ihre Einflusskraft auf die betroffenen Personen.

Solange den Menschen Gefühle, wie Ängste, Ärger, Unzufriedenheit, Zweifel oder gar Wut und Zorn regieren, werden diese seine Handlungen prägen und zu einem großen Teil sogar bestimmen. Richtet er jedoch seine Fähigkeiten zu einer klaren Gedankenbildung auf ein für ihn wichtiges Ziel oder Ideal und arbeitet intensiv daran, dieses zu realisieren, gewinnen die belastenden Gefühle immer weniger Raum. Während die vielfach durch die Medien freigesetzten Gefühle und Emotionen die Lebenskräfte des Betroffenen sehr stark schwächen, werden diese durch eine klare und zielgerichtete Gedankenarbeit deutlich gestärkt. Gleichzeitig werden dadurch auch die Immunkräfte der betroffenen Personen gestärkt und reduzieren damit die möglichen Auswirkungen bei einer Ansteckung durch SARS-CoV-2. Dieser positive Nebeneffekt muss dann in Kauf genommen werden.

Kommt der Einzelne durch diese freigesetzten neuen Aktivitäten seinen Zielen oder Idealen auch wieder näher, muss er die damit entstehenden, aufbauenden und positiven Wirkung ebenfalls in Kauf nehmen". Dies wünsche ich allen, die in dieser herausfordernden Zeit für sich nach konkreten Ansätzen für eine gesundheitliche Verbesserung suchen.

Erich Decker

Quelle:

1)  Dieses Zitat ist von Heinz Grill, Geistforscher, Heilpraktiker, spiritueller Lehrer und Alpinist, der sich vor allem auch darum bemüht, den Menschen Möglichkeiten anzubieten, ihren Heilungsprozess auch durch eine individuelle seelisch-geistige Aktivität förderlich zu unterstützen. Wer sich weiter über seine aktuellen Hinweise zur Corona-Situation informieren will, dem sei seine Website empfohlen: https://heinz-grill.de

Erich Decker, Jahrgang 1953, war nach dem Studium zum Dipl.-Wirtsch.-Ing. viele Jahre in leitenden Funktionen in der Computerindustrie tätig. Seit 1992 arbeitet er als freiberuflicher Berater und Trainer und gründete 2001 das „IZP-NET Impulse zur Persönlichkeit“. Seine Schwerpunkte: Führung, Teamentwicklung, Mediation und Coaching. Sein Ziel: Neben fachlichen Impulsen auch spirituelle Inhalte zu vermitteln, damit sich der Mensch im Arbeitsumfeld nicht nur fachlich, sondern auch seelisch und geistig entwickeln kann.