Die Angst vor Ansteckung – berechtigt oder Mythos?

Durch Auseinandersetzung entsteht Immunkompetenz

Die Corona-Plandemie hat in den vergangenen achtzehn Monaten das Leben der Menschen in unserem Land vollkommen verändert. Das Corona-Virus wurde von Regierung und Alt-Medien zu einem Killervirus ausgerufen und die sehr einschneidenden Maßnahmen sollen die Menschen vor der Ansteckung mit diesem Virus, der sich daraus entwickelnden Krankheit und einem möglichen Tod schützen. Viele Menschen befinden sich in einem Panik-Modus, halten sich streng an die von der Regierung angeordneten Regeln, nehmen in Kauf, dass ihnen die Grundrechte aberkannt wurden und ihre Lebensqualität zutiefst eingeschränkt, wenn nicht sogar vernichtet wurde. In diesem Beitrag will ich der Frage nachgehen, ob die Furcht vor einer Krankheit durch Ansteckung mit dem Corona-Virus gerechtfertigt ist oder ob andere Faktoren von Bedeutung sind.

Was bedeutet Ansteckung? 

Das Wort Ansteckung bzw. Infektion kommt aus dem Lateinischen "inficere", was "anstecken", "vergiften" oder wörtlich "hineintun" bedeutet. Es kommt also ein Krankheitserreger (Bakterien, Viren, Pilze, …) in unseren Organismus hinein – wir sind infiziert. Für eine Ansteckung braucht es  somit ein Virus und einen Wirtskörper (z. B. einen lebendigen menschlichen Organismus), der von dem Erreger besiedelt wird. 

Wie es dann weitergeht, ist bekannt: Die Infektion kann unbemerkt erfolgen, sich mit leichten Symptomen bemerkbar machen und in Einzelfällen kann es auch zu einer schweren Erkrankung kommen. In ganz seltenen Fällen – und nur unter ganz bestimmten Umständen – kann die Krankheit zum Tod führen. Dies ist abhängig von der Art des Erregers und vom Immunsystem des Betroffenen. Nun beginnt die hervorragende Arbeit des Immunsystems, das darauf ausgerichtet ist, eingedrungene fremde Substanzen zu zerstören und auszuscheiden. 

Wer steckt sich an? 

Wie war das in den Wintermonaten vor Corona, dass, wenn eine Gruppe von ca. 50 Menschen zusammen war, worunter sich einige befanden, die Erkältungssymptome zeigten, sich entweder niemand oder nur wenige Menschen ansteckten? Hatten die, die sich ansteckten, ein schwaches Immunsystem oder Vorerkrankungen, die ihren Organismus schwächten? Woran lag es? 

Dabei fällt mir ein eigenes Beispiel aus der Kindergarten-Zeit meiner Tochter ein. Viele Kinder erkrankten an Scharlach – so auch meine Tochter. Da sie kein Antibiotikum bekam, musste sie (vor 30 Jahren) sechs Wochen dem Kindergarten fern bleiben, um die anderen Kinder nicht anzustecken. Meine damalige Ärztin bot spontan an, dass ihre Tochter nachmittags zum Spielen kommen könne. Sie meinte, da sie nächstes Jahr eingeschult werde und bisher noch keinen Scharlach gehabt habe, wäre es ihr lieber, sie bekomme ihn jetzt, als während der Schulzeit (dieser gesunde, und in meinen Augen keineswegs nachlässige Umgang mit dem Thema "Ansteckung" hat mich schon damals begeistert). Gesagt, getan. Die treue Margarethe kam während dieser Quarantäne fast jeden Nachmittag. Die beiden Kinder spielten ganz ungezwungen miteinander –  ohne Abstand und ohne Maske – mit Scharlach angesteckt hat Margarethe sich nicht. 

Warum also die große Angst vor Ansteckung? 

Nun ist Scharlach nicht mit Covid19 zu vergleichen, obwohl es auch hier zu schweren Verläufen kommen kann. Es ist bei vielen Gelegenheiten zu beobachten, wie groß die Angst der Menschen ist, sich mit dem Corona-Virus zu infizieren (wobei eine Infektion noch keine Krankheit bedeutet – und eine Krankheit nicht unbedingt einen schweren Verlauf nehmen muss). Das Corona-Virus wurde derart massiv zu einem Killervirus aufgebauscht, dass für viele Menschen damit unausweichlich der Tod in Verbindung steht – vor dem wollen sie sich schützen und damit auch vor einer Ansteckung mit dem Virus. In diesem Zusammenhang hier ein Zitat von Heinz Grill: 1)

"Derjenige, der sich vor allen pathologischen Erregern schützen muss, der nicht mehr natürlich in die Begegnung gehen kann, verliert jene innere Kraft des gesunden Verarbeitens von Sinneseindrücken, Wahrnehmungen, empfangenen Gedanken aus den Medien und – wenn man es noch weiter in einem etwas frei gewählten aber doch vorstellbaren Begriff ausdrückt – er verliert sein sogenanntes Selbstgefühl und das Gefühl für den Anderen." 

Mit dieser Aussage wird deutlich, dass mit der Angst vor einer Ansteckung eine eigene und bewusst getätigte Auseinandersetzung mit dem Erreger und der Krankheit sowie eine unkomplizierte Begegnung mit dem Anderen fast nicht mehr möglich ist. Während die Auseinandersetzung die Angst relativieren könnte, "vergiftet" die Angst den Einzelnen in der Weise, dass er weder ein gesundes Gefühl für sich selbst noch für seine Mitmenschen aufrecht erhalten bzw. wieder entwickeln kann. 

Pasteuer und Béchamp – die beiden Gegenspieler 

Jetzt komme ich wieder zurück zu der Frage, wieso sich einige anstecken und andere nicht. Während Louis Pasteur 2) die Ansicht vertrat, dass die gefährlichen Keime in der Luft lauern und den Körper jederzeit befallen können – und somit zu dem Schluss kam, dass Krankheiten durch Erreger verursacht werden, war sein Gegenspieler, Antoine Béchamp, 3) der Meinung, dass Krankheiten in uns durch uns selbst entstehen. Keime sah er nicht als etwas Feindliches, von außen Kommendes, sondern als Voraussetzung allen Lebens. Erst auf dem Sterbebett revidierte Pasteur seinen Irrtum und gab gegenüber Béchamp zu: 

"Die Mikrobe ist nichts, das Milieu ist alles." ("Le microbe, c'est rien, le milieu, c'est tout.") 


Damit ist gemeint, dass man über ein bestimmtes Milieu eine Grundlage schaffen kann, damit sich krankmachende Keime entwickeln bzw. nicht entwickeln können. 

Ein weiteres Beispiel dafür, dass nicht nur Keime eine Krankheit hervorrufen, sondern dass diese auch von anderen Faktoren abhängig ist, lieferte der Hygienepionier Max von Pettenkofer 4), indem er in einem Gespräch mit Robert Koch 5) ein Glas Wasser mit angereicherten Cholerabakterien trank – und überlebte. 

Es scheint so zu sein, dass ein Erreger allein noch keine Krankheit verursachen kann, wenn er nicht auf ein geeignetes Milieu trifft, das die Krankheit begünstigt. Draus ergibt sich die Frage, wie das Milieu dann beschaffen sein muss, damit sich, krankmachende Keime nicht entwickeln können? 

Ansteckung einmal anders betrachtet 

In diesem Zusammenhang riskiere ich die provokante Frage: Könnte es denn möglich sein, dass ich selbst für dieses Milieu verantwortlich bin, weil die Krankheit von mir, bewusst oder unbewusst, für meine Entwicklung benötigt wird? Von Kinderkrankheiten weiß man, dass, wenn Kinder diese auf natürliche Weise durchmachen dürfen, sie einen wichtigen Entwicklungsschritt vollziehen – oft sichtbar bis in die Physiognomie hinein. Demzufolge scheint es mir wesentlich zu sein, dass eine Krankheit einen wichtigen Grund haben muss, dass ich mich nicht zufällig anstecke, dass mit ihr – auch für mich als Erwachsene – ein Entwicklungsschritt ansteht. Welcher könnte das, auf Corona bezogen, sein? 

Rudolf Steiner 6) hat die seelisch-geistige Ursache für die Pockenkrankheit im 19. Jahrhundert auf die Lieblosigkeit der Menschen untereinander zurückgeführt. Als Entwicklungsaufgabe wäre es notwendig gewesen, den Materialismus zu überwinden und die Mitmenschlichkeit zu leben. Davon sind wir auch heute noch weit entfernt – ich denke dabei jetzt einmal nur an die Spaltung, die aktuell von Regierenden und Alt-Medien betrieben wird, um Menschen gegeneinander aufzuwiegeln: Menschen welche die experimentelle, gen-basierte Injektion entgegengenommen haben, gegen die, die diese ablehnen. Das Thema "Menschenliebe" bzw. "Mitmenschlichkeit" steht immer noch als Aufgabe an. 

Eine geistige Sicht auf Corona 

Mit Covid-19 ist erneut eine Entwicklungsanforderung gegeben. Nach Aussagen von Heinz Grill liegt die Ursache der Krankheit im Integritätsverlust. Dies bedeutet, dass ein Ungleichgewicht zwischen Körper und Seele besteht; wenn also der Körper bzw. die Materie im Mittelpunkt steht,  während die Seele oder die Beziehungsfähigkeit vernachlässigt wird. Der Mensch hat in materieller Hinsicht bereits viel errungen – man denke an die autonom fahrenden Autos oder an die Kolonien, die ihr Erfinder auf dem Mars ansiedeln will – um nur zwei Beispiele zu nennen. Doch was wissen wir heute noch über die Seele und das Kräftepotenzial, das in Form von Denken, Fühlen und dem Willen in ihr ruht? Dadurch, dass der Fokus verstärkt auf dem Sichtbaren, dem Materiellen liegt, geht dem Menschen ein großer Teil seiner seelisch-geistigen Substanzkraft verloren. Diese Schwäche vergrößert sich noch unter anderem durch Ängste, die durch Politik und Alt-Medien in einem unerhörten Maße den Menschen suggeriert werden und damit einen Nährboden, ein Milieu, für eine sich entwickelnde Krankheit schaffen können. 


Als Beispiel will ich einmal die Vorgehensweise bei der Anschaffung eines neuen Smartphones betrachten: Bevor wir eine Kaufentscheidung treffen, haben wir zuvor umfangreiche Informationen von verschiedenen Seiten eingeholt und Vergleiche mit unterschiedlichen Geräten und Herstellern sowie Preis-/Leistungsvergleiche angestellt. Um es kurz zu machen: Wir sind jetzt bestens informiert, was Smartphones und deren Eigenschaften sowie Preise anbelangt. Diese Mühe und Zeit haben wir aufgewendet, weil die Anschaffung auch einen materiellen Wert für uns bedeutet. 

Wie sieht es stattdessen mit all den so genannten "Informationen" aus, die täglich, sobald wir den Fernseher einschalten oder die Tageszeitung aufschlagen, ungefiltert auf uns einstürmen und  sich bei genauerem Hinsehen als Suggestionen, Manipulationen und Lügen erkennen lassen? Viele Menschen konsumieren diese "Nicht-Informationen", halten sie für wahr. Hier nehmen wir uns nicht die Zeit und machen uns nicht die Mühe, die Angaben einer näheren Prüfung zu unterziehen, wie wir das bei der Anschaffung eines Konsumgutes praktizieren. Dies bedeutet, dass wir keine wirkliche Beziehung zu den Inhalten herstellen, während wir das bei der Auswahl des Smartphones praktiziert haben. Durch die Nicht-Auseinandersetzung mit gelesenen oder gehörten "Informationen" bleibt das oben genannte seelische Potenzial ungenutzt und das Ungleichgewicht zwischen Körper und Seele besteht weiterhin bzw. verstärkt sich. 

Nutzen können wir diese seelischen Potenziale, indem wir beginnen, eigenständig zu Denken. Das heißt, wir recherchieren die Angaben, prüfen die Zahlen und setzen sie ins Verhältnis zu den Aussagen, um auf diese Weise herauszufinden, ob die Angaben aus den Medien stimmen oder nicht. Beispiel: Wie oft heißt es, dass die Zahl der Corona-Infektionen gestiegen sei. Dies ist eine reine Suggestion und keine Information, denn es fehlt sowohl die Angabe, um wieviel die Zahl gestiegen ist, der Zeitraum sowie die Anzahl der Tests. Außerdem wird hier von Infizierten gesprochen – dabei handelt es sich lediglich um positive Testergebnisse durch einen Test, der für eine Diagnose ungeeignet ist. Eine solche, vom Bewusstsein unbemerkte Suggestion, verfehlt ihre Wirkung nicht: Ängste, Sorgen, Verzweiflung – um nur einige zu nennen – machen sich breit. Deshalb sollte uns in dieser Angelegenheit eine sorgfältige Prüfung mindestens genau so wichtig sein, wie beim Kauf eines materiellen Gutes. 

Gefahr erkannt – Gefahr gebannt 

Erkennen wir die Suggestion in einer Aussage, so hat sie auf uns keine negative Wirkung, d. h., sie schafft auch kein Milieu für eine eventuelle Krankheit. Gleichzeitig trainieren wir mit dieser eigenständigen Denktätigkeit auf hervorragende Weise unser Immunsystem. Wir machen nämlich die gleiche Arbeit, indem wir dafür sorgen, dass nichts Fremdes in uns eindringt. Wird dies versucht, so erkennen wir sofort die Falsch-"Information" und eliminieren sie, indem wir die wahren Zahlen, Daten und Fakten recherchieren. Und genau so, wie das Immunsystem Gedächtniszellen ausbildet, bemerken auch wir immer schneller und immer öfter, wo uns ein "Bär" aufgebunden wird oder ein "X für ein U" verkauft wird. Wir entwickeln dabei eine gute Empfindung für Wahrheit und Lüge. 

Das Immunsystem geht aus jeder Auseinandersetzung mit einem Erreger gestärkt hervor und der Mensch ebenso, wenn er sich mit dem Negativen durch eine sorgfältige und objektiv-logische Bewusstseinsarbeit konfrontiert. Er entwickelt Erkenntnisse durch die bewusste Auseinandersetzung zu den verschiedenen Phänomenen und kann somit das Negative immer besser erkennen und sich einen stabilen Standpunkt erarbeiten, von dem ausgehend es ihm auch möglich ist, seinen Mitmenschen ganz natürlich zu begegnen und vorbehaltlos in einen Dialog zu treten. 

Ich will noch einmal auf die Suggestion zurück kommen, da sie den Integritätsverlust fördert und weitreichende negative Folgen haben kann. Durch eine Suggestion findet eine manipulative Beeinflussung einer Vorstellung oder Empfindung statt, mit der Folge, dass die Manipulation nicht wahrgenommen wird oder zumindest zeitweise für das Bewusstsein nicht abrufbereit ist – z. B. durch die Aussage, dass die Virus-Gefahr durch die neue Mutante erneut zugenommen hat und der Einzelne noch stärker gefährdet ist. Mit dieser Aussage wird die Angst (und die damit verbundenen negativen Folgen) noch weiter in die Bevölkerung hineingetragen. Je mehr ich ungefiltert die "Nicht-Informationen" aufnehme, umso besser eröffne ich das Niveau für die Ansteckung auf seelischer Ebene, was sich in der Folge dann auf der physischen Ebene fortsetzen kann. 


Diese Suggestion kann vom Menschen nur durch eigenständige, gedankliche Auseinandersetzung verarbeitet werden. An dieser Arbeit erkraftet nicht nur das Denken und der Wille, sondern auch das Fühlen – oder besser gesagt, das Empfinden. Die Integrität beginnt sich durch das substanzreiche Empfinden wieder zu entwickeln – der Mensch wird dadurch wieder "ganz"; er wird heil. Gleichzeitig erwirbt er mit dieser intensiven Denk- und Vorstellungstätigkeit einen Schutz vor der Suggestion sowie eine hohe Immunkompetenz. 

Wenn ich auf die Wichtigkeit der eigenständigen Auseinandersetzung mit all diesen Lügen, Suggestionen und Manipulationen in meinem Bekanntenkreis hinweise, erfahre ich oft eine abwehrende Haltung – man möchte aus Angst, sich mit dem Negativen anzustecken, sich zu vergiften, lieber nicht näher in die Thematik eindringen. Genau das Gegenteil ist der Fall: Ich schwemme das Gift (die Suggestion) durch diese Anschauung hinaus. In dem Moment, in dem ich eine Suggestion lese oder höre, habe ich sie nämlich schon in mir drinnen. Und hinaus bekomme ich sie nur, indem ich mich mit ihr konfrontiere. Ich leiste mit dieser Auseinandersetzung die gleiche Arbeit, die das Immunsystem in meinem Organismus tätigt beim Eindringen eines Erregers. 

Persönliche Integrität 

Ergänzend zu der Wiederherstellung der Integrität durch bewusste, eigenständige Auseinandersetzung mit Inhalten und Zeitphänomenen, die zu einem Gleichgewicht im Körper-Seele-Verhältnis führen, will ich noch auf die persönliche Integrität eingehen und der Frage nachgehen, wann eine Person integer ist. Dazu zunächst ein Zitat von Heinz Grill: 

"Die Wortbedeutung von Integrität als eine ethische und moralische Forderung bezeichnet eine größtmögliche Übereinstimmung der eigenen Ideale und der persönlichen errungenen Werte mit der nach außen gerichteten und sichtbaren Lebenspraxis. Mit anderen Worten kann dieser gleiche Begriff mit einer soliden Übereinstimmung des seelisch-geistigen Potenzials des Menschen mit seinem Körper und seinen sozialen, wirtschaftlichen und religiösen Lebensäußerungen gesehen werden." 

Ein Mensch, der integer ist, verfügt somit über persönliche Werte, Tugenden und Ideale, die er im Laufe seines Lebens selbst errungen hat – er ist nicht fremdbestimmt. Diese Werte drücken sich authentisch in all seinen Worten und Handlungen aus – er strahlt sie förmlich aus. Er bleibt sich und diesen Werten in jeder Situation treu und achtet gleichzeitig auch die Integrität und Würde der Mitmenschen, indem er diesen und deren Anschauungen mit Respekt und Wertschätzung begegnet. Körper und Seele befinden sich im Gleichklang. 

Welche Werte und Ideale lebt der Mensch heute sichtbar im Außen? Stimmt das, was er sagt und wie er handelt, mit erkennbaren inneren Werten überein? Nach meinen Beobachtungen lässt das Verhalten der Menschen in der gegenwärtigen herausfordernden Zeit diese Integrität an vielen Stellen vermissen. Ich habe sogar den Eindruck, dass Werte – und Menschen, die sie authentisch vertreten – mit Füßen getreten werden, indem sie denunziert, diffamiert und ausgegrenzt werden und ihre Aussagen als unrichtig abgetan werden. 

Die Angst vor der Krankheit 

Zusammenfassend komme ich zu dem Ergebnis, dass eine Angst vor der Ansteckung mit einem Virus keine Grundlage hat, wenn eine intensive Auseinandersetzung mit dem Erreger sowie der Entwicklungsfrage, die mit der Krankheit verbunden ist, stattfindet. Dies bietet den größten Schutz. Dabei ist es wichtig, nicht nur Informationen zu sammeln, sondern sich eigene Gedanken, Überlegungen und Vorstellungen zu bilden – dadurch entsteht eine gesunde Immunantwort – oder mit den Worten Pasteurs ausgedrückt: 

"Ein günstiges Milieu, auf dem sich krankmachende Keime nicht entwickeln können." 

Dadurch reduzieren sich die Ängste und Unsicherheiten – der Einzelne gewinnt wieder festen Boden unter den Füßen, aktiviert seine Gestaltungskräfte und findet zu einer größeren Integrität. Diese stabilisiert ihn in diesen herausfordernden Zeiten und stärkt wesentlich sein Immunsystem. 

Es ist also nicht das ängstliche "Sich-Schützen-Wollen", das dem Menschen eine Immunkompetenz verleiht, sondern genau das Gegenteil davon: Das inhaltsreiche Konfrontieren mit dem, was Angst macht und das Festhalten an eigenständig errungenen Werten und Idealen. 

Ortrud Decker

Quellen

1) Heinz Grill wurde 1960 in Süddeutschland geboren und lebt zur Zeit in Italien; er ist Geistforscher, spiritueller Lehrer, anthroposophischer Heilpraktiker, Autor zahlreicher geisteswissenschaftlicher Literatur, Begründer des Neuen Yogawillens, begeisterter und mehrfach ausgezeichneter Bergsteiger. Der spirituelle Weg von Heinz Grill befähigt den Menschen, aus eigener Initiative und ganz unabhängig von Autoritäten, sein Leben in eine sozialorientierte innere Freiheit zu führen, die im Einklang mit den geistigen Gesetzmäßigkeiten steht. Näheres zu Leben, Werk und Biographie: https://heinz-grill.de


2) Louis Pasteur wurde 1822 in Dole, Département Jura; geboren und starb 1895 in Villeneuve-l’Étang bei Paris. Er war ein französischer Chemiker, Physiker, Biochemiker und Mitbegründer der medizinischen Mikrobiologie, der entscheidende Beiträge zur Vorbeugung gegen Infektionskrankheiten durch Impfung geleistet hat. Im Auftrag der französischen Regierung erforschte Pasteur verschiedene Krankheiten der Seidenraupen und erkannte sie als Infektionskrankheiten. Ab 1876 widmete er sich vollständig human- und veterinärmedizinischen Fragen. Näheres zu Leben, Werk und Biographie: https://de.wikipedia.org/wiki/Louis_Pasteur 

3) Pierre Jacques Antoine Béchamp wurde 1816 in Bassing geboren und starb 1908 in Paris. Er war ein französischer Chemiker, Mediziner und Pharmazeut. Béchamps Hypothesen inspirierten eine Reihe von Wissenschaftlern des 19. und 20. Jahrhunderts. Seine Ansichten sind mittlerweile von der modernen Biologie und Medizin widerlegt worden, spielen aber weiterhin bei einigen alternativmedizinischen Lehren eine Rolle.

Béchamp wird in zahlreichen Büchern, etwa im Dictionnaire de biographie française, als "Vorläufer" Pasteurs bezeichnet. In ihrer Straßburger Zeit pflegten die beiden noch ein freundschaftliches Verhältnis zueinander. Näheres zu Leben, Werk und Biographie: https://de.wikipedia.org/wiki/Antoine_Béchamp 

4) Max Josef Pettenkofer wurde 1818 in Lichtenheim bei Neuburg an der Donau geboren und starb 1901 in München. Er war ein bayerischer Chemiker und Apotheker und gründete das posthum nach ihm benannte Hygieneinstitut und gilt als erster Hygieniker. Pettenkofers anerkanntestes Arbeitsgebiet war die von ihm selbst definierte und mit Inhalt gefüllte Wissenschaft der Hygiene. Er setzte die Hygiene als eigenständigen Bereich der Medizin durch und erkannte zudem damit verbundene wirtschaftliche Aspekte. München verdankt Pettenkofer seine Kanalisation und eine zentrale Trinkwasserversorgung. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts galt München als eine der saubersten Städte Europas. Näheres zu Leben, Werk und Biographie: https://de.wikipedia.org/wiki/Max_von_Pettenkofer 

5) Heinrich Hermann Robert Koch wurde 1843 in Clausthal geboren und starb 1910 in Baden-Baden. Er war ein deutscher Mediziner, Mikrobiologe und Hygieniker. Koch gelang es 1876, den Erreger des Milzbrands (Bacillus anthracis) außerhalb des Organismus zu kultivieren und dessen Lebenszyklus zu beschreiben. Dadurch wurde zum ersten Mal lückenlos die Rolle eines Krankheitserregers beim Entstehen einer Krankheit beschrieben. 1882 entdeckte er den Erreger der Tuberkulose (Mycobacterium tuberculosis) und entwickelte später das vermeintliche Heilmittel Tuberkulin. 1905 erhielt er den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Robert Koch ist damit – neben seinem Kollegen Louis Pasteur in Paris – zum Begründer der modernen Bakteriologie und Mikrobiologie geworden. Er hat grundlegende Beiträge zur Infektionslehre sowie zum Aufbau der Tropenmedizin in Deutschland geleistet. Näheres zu Leben, Werk und Biographie: https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Koch 

6) Rudolf Steiner wurde 1861 in Kraljevec (Österreich) geboren und starb 1925 in Dornach (Schweiz). Er studierte Naturwissenschaften, Mathematik und Philosophie in Wien. Nach der Jahrhundertwende widmete sich seine Tätigkeit immer mehr der anthroposophischen Geisteswissenschaft. Mit dem Bau des ersten Goetheanums wird Dornach bei Basel das Zentrum seiner Tätigkeit. Die Ergebnisse seiner geisteswissenschaftlichen Forschung sind mit ihren praktischen Auswirkungen heute in vielen Lebensbereichen zu finden. Näheres zu Leben, Werk und Biographie: https://rudolf-steiner-anthroposophie.de/index.html

 Der Artikel als Dokument 

Ortrud Decker, Jahrgang 1954, arbeitet freiberuflich als Kommunikationstrainerin, Coach und Mediatorin für IZP-NET und ist Mit-Autorin der im Aufbau befindlichen neuen Ausrichtung „Arbeitskultur Zukunft“. Ihre Schwerpunkte sind Kommunikation, Konfliktmanagement, Mediation. Ihr Ziel: Neben fachkundigen Inhalten auch spirituelle Aspekte zu vermitteln, um das Leben bewusster und eigenverantwortlicher gestalten zu können.